Corona-News

Kurzarbeitergeld

17.03.2020

Sehr geehrte Damen und Herren

aufgrund der derzeitigen Lage erwägen viele Unternehmen für Ihre Mitarbeiter Kurzarbeit zu beantragen.

Anbei erhalten Sie ein grundsätzliches Informationsschreiben (Zusammenfassung) der Arbeitsagentur für Arbeit vom 10.03.2020 zur ersten groben Information.

Die erleichterten gesetzlichen Voraussetzungen für den Bezug von Kurzarbeitergeld treten lt. Meldung des BMAS vom 16.03.2020 bereits rückwirkend zum 01.03.2020 in Kraft:

  • Es reicht demnach aus, wenn 10% der Beschäftigten vom Arbeitsausfall betroffen sind.
  • Kurzarbeitergeld ist auch für Beschäftigte in Zeitarbeit möglich.
  • Den Arbeitgebern werden die Sozialversicherungsbeiträge, die sie bei Kurzarbeit zu zahlen haben, in voller Höhe erstattet.

Des Weiteren erhalten Sie ein Informationsdokument von der Bundesagentur für Arbeit mit detaillierteren Informationen zum Thema Kurzarbeit.

Die meist gestellten Rückfragen seitens unserer Mandantschaft hier kurz beantwortet:

  • Die Höhe des Kurzarbeitergeldes beträgt 60% der Nettoentgeltdifferenz (ohne Kinder) und 67% der Nettoentgeltdifferenz (mit Kindern).
  • Kurzarbeitergeld kann für Arbeitnehmer in Sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen beantragt werden.

Keinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld haben:

  • Geringfügig Beschäftige Arbeitnehmer/-innen*
  • Beschäftigte, welche die Regelaltersgrenze erreicht haben
  • Arbeitnehmer/-innen welche sich im Krankengeldbezug befinden

* Diese sind nicht mit Geringverdienern, welche sozialversicherungspflichtig sind zu verwechseln. Geringverdiener sind zur Berufsausbildung Beschäftigte, die nicht mehr als 325€ im Monat verdienen.

Im ersten Schritt muss von Ihnen als Arbeitgeber die Anzeige über den Arbeitsausfall bei der Bundesagentur für Arbeit erstellt und gemeldet werden.

Sie erhalten den entsprechenden Vordruck zur postalischen Einreichung als Anlage.

Es besteht die Möglichkeit die Anzeige als auch alle folgenden Anträge online einzureichen, hierzu müssen Sie sich online bei der Bundesagentur unter folgendem Link registrieren: https://anmeldung.arbeitsagentur.de/portal .

Sofern Sie Kurzarbeit anzeigen, reichen Sie uns bitte eine Kopie dessen ein, wir werden dann alles weitere bezogen auf die Antragsstellungen mit Ihnen besprechen und Ihnen weitere Informationen zukommen lassen.

Krankheits- und Quarantäne-Fälle von Arbeitnehmern:

Im Falle einer tatsächlichen Erkrankung erhält der Arbeitnehmer wie gewohnt 6 Wochen Lohnfortzahlung vom Arbeitgeber und im Anschluss daran Krankengeld.

Sofern Ihr Unternehmen der U1-Pflicht unterliegt, erhalten Sie die entsprechenden Erstattungen seitens der Krankenkassen.

Wird lediglich Quarantäne angeordnet greift das Infektionsschutzgesetz. Demnach erhalten Arbeitnehmer für ebenfalls 6 Wochen eine Entschädigung vom Arbeitgeber in Höhe des ausgefallenen Netto-Arbeitsentgelts.

Der Arbeitgeber wiederum kann diese Entschädigungszahlungen auf Antrag vom Landschaftsverband Rheinland erstattet bekommen. Ein solcher Antrag muss innerhalb von drei Monaten nach Ende der Quarantäne gestellt werden.

Sollte dieser Fall eintreten und Sie einen solchen Antrag stellen, setzen Sie sich bitte mit uns wegen benötigter Entgeltangaben in Verbindung. Wichtig ist, dass auch wir darüber in Kenntnis gesetzt werden, denn in Folge dessen müssen einige Umstellungen bei der Lohnabrechnung vorgenommen werden, um eine korrekte Abrechnung sowie Lohnsteuerbescheinigung erstellen zu können.

Anbei erhalten Sie diesbezüglich noch ein Informationsschreiben hinsichtlich der Anordnungen von Quarantäne-Fällen des Corona-Virus.

Folgend der Link zur Antragsstellung: https://formulare.lvr.de/lip/form/display.do?%24context=0C2564905C9BE8C04CD6

Auch für Sie als Selbständige gibt es die Möglichkeit Entschädigungen und „Hilfen“ in verschiedenen Formen zu beantragen (z.B. Programme zur Liquiditätssicherung).

Hier gibt es für Sie zwei Anlaufstellen, zum einen den Landschaftsverband Rheinland und zum anderen das Ministerium für Wirtschaft. Bei welchem der beiden, Sie in Ihrem Fall „Hilfe“ beantragen können und in welcher Form bedarf einer Einzelfallprüfung. Hierzu setzen Sie sich bitte mit den jeweiligen Institutionen in Verbindung.

Folgend der Link zur Antragsstellung LVR: https://formulare.lvr.de/lip/form/display.do?%24context=99CEF7425D51E8C6AC90

Folgend der Link zu Hilfestellungen beim Ministerium für Wirtschaft: https://www.wirtschaft.nrw/coronavirus-informationen-ansprechpartner

Wir haben diese Informationen in der Kürze der Zeit für Sie bestmöglich zusammengestellt, möchten jedoch darauf hinweisen, dass wir keinen Anspruch auf Vollständigkeit gewähren können.

Fast stündlich gibt es für uns alle neue Mitteilungen und Änderungen über die aktuelle Lage, daher hoffen wir Ihnen hiermit Stand „heute“ einen ersten Überblick verschaffen zu können.

Bleiben Sie gesund!

Ihr Kanzleiteam Klinkenberg & Kloubert

Haftungsausschluss: Dieser Newsletter erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit der aktuellen Informationen. Eine Haftung für veröffentlichte und dargestellte Inhalte kann daher nicht übernommen werden.

Downloads: Steuerberater Aachen – 01 Anzeige-KUG Steuerberater Aachen – 02 Infoschreiben_LVR Steuerberater Aachen – 03 Kurzarbeitergeld – Umfassende Informationen Steuerberater Aachen – 04 BMAS Presse_Meldungen_KUG Steuerberater Aachen – 05 Kuginformationen – Zusammenfassung Den vollständigen Artikel finden Sie hier auch als PDF 

29.12.2021

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Bundesfinanzhof entschied kürzlich, dass die Aktienzuteilung im Rahmen eines US-amerikanischen „Spin-Off“ an private Kleinanleger nicht zu einem steuerpflichtigen Kapitalertrag führt. Erst im Zeitpunkt einer späteren Veräußerung der Aktien seien etwaige Veräußerungsgewinne zu versteuern.

Seit dem Bestehen von Internetplattformen für jedermann zur Veräußerung von Wirtschaftsgütern aller Art werden über diese Plattformen von Privatleuten Gegenstände veräußert. Diese Plattformen haben in weiten Teilen den früher üblichen „Garagen“-Flohmarkt ersetzt. In diesem Zusammenhang entsteht dann die Frage, welche Steuerarten hiervon betroffen sein können.

Durch den Jahreswechsel haben sich ein paar wenige steuerliche Änderungen ergeben. Aufgrund des Regierungswechsels rechnen wir mit weiteren Änderungen im Laufe des folgenden Jahres 2022, die wir Ihnen mit den anderen für Sie relevanten  Neuregelungen des Jahres 2022 zeitnah vorstellen werden. Wir möchten Ihnen an dieser Stelle in Kürze die Anhebung des Sachbezugswertes auf 50 EUR vorstellen. Zur generellen Rechtsprechung und des im Jahr 2021 veröffentlichten BMF Schreibens mit den teilweisen neuen „Spielregeln“ ab dem Jahr 2022 möchten wir auf unser Thema des Monats Mai 2021 (Sachbezüge als steuerfreie Incentives für Mitarbeiter-neue Regelungen (ac-steuerberater.de) verweisen, in dem die Hintergründe erläutert werden.

29.11.2021

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Bundesfinanzhof entschied kürzlich, dass die Aktienzuteilung im Rahmen eines US-amerikanischen „Spin-Off“ an private Kleinanleger nicht zu einem steuerpflichtigen Kapitalertrag führt. Erst im Zeitpunkt einer späteren Veräußerung der Aktien seien etwaige Veräußerungsgewinne zu versteuern.

Seit dem Bestehen von Internetplattformen für jedermann zur Veräußerung von Wirtschaftsgütern aller Art werden über diese Plattformen von Privatleuten Gegenstände veräußert. Diese Plattformen haben in weiten Teilen den früher üblichen „Garagen“-Flohmarkt ersetzt. In diesem Zusammenhang entsteht dann die Frage, welche Steuerarten hiervon betroffen sein können.

Im kommenden Jahr 2022 wird es eine flächendeckende Neubewertung aller Grundstücke (hierzu zählen auch Eigentumswohnungen) für die Festsetzung der Grundsteuer geben. Von der Grundsteuerreform werden ca. 36 Mio. wirtschaftliche Einheiten (bebaute und unbebaute Grundstücke sowie Betriebe der Land und Forstwirtschaft) in ganz Deutschland betroffen sein.
In diesem Zusammenhang werden alle Grundstückseigentümer dazu verpflichtet, gesonderte Steuererklärungen zur Wertermittlung Ihrer Grundbesitzeinheiten einzureichen. Nach dem derzeitigen Willen des Gesetzgebers sollen alle betroffenen Steuerpflichtigen im Zeitraum vom 01. Juli 2022 bis spätestens zum 31. Oktober 2022 eine Steuererklärung zur Ermittlung der Grundsteuerwerte auf den Bewertungsstichtag 01. Januar 2022 digital an das Finanzamt übermitteln.

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