Corona-News

Liquidität sichern durch Erstattung der USt-Sondervorauszahlung

21.03.2020

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Finanzministerium des Landes NRW ermöglicht Steuerpflichtigen, die von der Corona Pandemie betroffen sind, auf Antrag die Erstattung der Umsatzsteuersondervorauszahlung des Jahres 2020 (auch 1/11 genannt).

Kurze Erläuterung: Die Umsatzsteuervoranmeldung muss grundsätzlich je nach Steuerlast im Vorjahr in verschiedenen, regelmäßigen Intervallen an das Finanzamt übermittelt und die gemeldete Umsatzsteuer beglichen werden.

Die Umsatzsteuersondervorauszahlung ermöglicht Ihnen bislang ihre Umsatzsteuervoranmeldung grundsätzlich einen Monat später abzugeben. Damit dem Unternehmer kein Zinsvorteil durch die verzögerte Steuerzahlung verschafft wird, muss dieser zusammen mit der Dauerfristverlängerung eine Sonderzahlung verrichten. Die Höhe dieser Sondervorauszahlung beträgt 1/11 der Summe der Umsatzsteuerzahlungen des Vorjahres und wird bislang erst mit der Umsatzsteuervoranmeldung des Monats Dezember als Vorauszahlung verrechnet.

Aufgrund der Corona-Pandemie besteht nun die Möglichkeit Ihre geleistete Sondervorauszahlung 2020 auf Antrag auf einen Betrag von 0 EUR festsetzen zu lassen, so dass Sie die bislang gezahlten Beträge zurückerhalten und trotzdem weiterhin die Umsatzsteuervoranmeldungen einen Monat später abgeben können. Für die Unternehmen, die von der Corona Krise betroffen sind, stellt dies einen kleinen Beitrag zur Sicherung der Liquidität dar, den man aus unserer Sicht nutzen sollte.

Bitte geben Sie uns kurz per Mail Bescheid, wenn wir uns um die Erstattung Ihrer geleisteten Sondervorauszahlung kümmern sollen. Da wir mittlerweile fast ausschließlich dezentral im Homeoffice arbeiten, möchten wir Sie in diesem Fall bitten uns an info@ac-steuerberater.de zu schreiben, damit wir eine schnelle Bearbeitung gewährleisten können.

Sollten Sie in einem anderen Bundesland Ihr Unternehmen betreiben, werden wir sehr gerne prüfen, ob auch dort eine Erstattung der Umsatzsteuersondervorauszahlung möglich ist.

PS: Anbei erhalten Sie aufbauend auf unseren bisherigen Emails die 2. Auflage des E-Books in Sachen Kurzarbeit der DATEV zu Ihrer weiteren Information.

Auch wenn Sie sicherlich derzeit von vielen Seiten mit diversen Informationen versorgt werden, versuchen wir Sie weiterhin tagesaktuell über steuerliche Entwicklungen zu informieren.

Bleiben Sie gesund!

Ihr Kanzleiteam Klinkenberg & Kloubert

Haftungsausschluss: Dieser Newsletter erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit der aktuellen Informationen. Eine Haftung für veröffentlichte und dargestellte Inhalte kann daher nicht übernommen werden.

Download: Kurzarbeit Broschüre DATEV 2. Auflage Den vollständigen Artikel finden Sie hier auch als PDF 

29.12.2021

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Bundesfinanzhof entschied kürzlich, dass die Aktienzuteilung im Rahmen eines US-amerikanischen „Spin-Off“ an private Kleinanleger nicht zu einem steuerpflichtigen Kapitalertrag führt. Erst im Zeitpunkt einer späteren Veräußerung der Aktien seien etwaige Veräußerungsgewinne zu versteuern.

Seit dem Bestehen von Internetplattformen für jedermann zur Veräußerung von Wirtschaftsgütern aller Art werden über diese Plattformen von Privatleuten Gegenstände veräußert. Diese Plattformen haben in weiten Teilen den früher üblichen „Garagen“-Flohmarkt ersetzt. In diesem Zusammenhang entsteht dann die Frage, welche Steuerarten hiervon betroffen sein können.

Durch den Jahreswechsel haben sich ein paar wenige steuerliche Änderungen ergeben. Aufgrund des Regierungswechsels rechnen wir mit weiteren Änderungen im Laufe des folgenden Jahres 2022, die wir Ihnen mit den anderen für Sie relevanten  Neuregelungen des Jahres 2022 zeitnah vorstellen werden. Wir möchten Ihnen an dieser Stelle in Kürze die Anhebung des Sachbezugswertes auf 50 EUR vorstellen. Zur generellen Rechtsprechung und des im Jahr 2021 veröffentlichten BMF Schreibens mit den teilweisen neuen „Spielregeln“ ab dem Jahr 2022 möchten wir auf unser Thema des Monats Mai 2021 (Sachbezüge als steuerfreie Incentives für Mitarbeiter-neue Regelungen (ac-steuerberater.de) verweisen, in dem die Hintergründe erläutert werden.

29.11.2021

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Bundesfinanzhof entschied kürzlich, dass die Aktienzuteilung im Rahmen eines US-amerikanischen „Spin-Off“ an private Kleinanleger nicht zu einem steuerpflichtigen Kapitalertrag führt. Erst im Zeitpunkt einer späteren Veräußerung der Aktien seien etwaige Veräußerungsgewinne zu versteuern.

Seit dem Bestehen von Internetplattformen für jedermann zur Veräußerung von Wirtschaftsgütern aller Art werden über diese Plattformen von Privatleuten Gegenstände veräußert. Diese Plattformen haben in weiten Teilen den früher üblichen „Garagen“-Flohmarkt ersetzt. In diesem Zusammenhang entsteht dann die Frage, welche Steuerarten hiervon betroffen sein können.

Im kommenden Jahr 2022 wird es eine flächendeckende Neubewertung aller Grundstücke (hierzu zählen auch Eigentumswohnungen) für die Festsetzung der Grundsteuer geben. Von der Grundsteuerreform werden ca. 36 Mio. wirtschaftliche Einheiten (bebaute und unbebaute Grundstücke sowie Betriebe der Land und Forstwirtschaft) in ganz Deutschland betroffen sein.
In diesem Zusammenhang werden alle Grundstückseigentümer dazu verpflichtet, gesonderte Steuererklärungen zur Wertermittlung Ihrer Grundbesitzeinheiten einzureichen. Nach dem derzeitigen Willen des Gesetzgebers sollen alle betroffenen Steuerpflichtigen im Zeitraum vom 01. Juli 2022 bis spätestens zum 31. Oktober 2022 eine Steuererklärung zur Ermittlung der Grundsteuerwerte auf den Bewertungsstichtag 01. Januar 2022 digital an das Finanzamt übermitteln.

Nehmen Sie Kontakt auf,
schnell und unverbindlich

    * Pflichtfeld