Corona-News

Rettungspaket für Solo-Selbstständige und kleine Unternehmen bis 10 Mitarbeiter; Soforthilfe für freischaffende Künstlerinnen und Künstler

22.03.2020

Sehr geehrte Damen und Herren,

in dem aktuellen Gesetzesentwurf des Finanz- und Wirtschaftsministeriums „Corona-Soforthilfen für kleine Unternehmen und Selbständige“ ist vorgesehen, dass Solo-Selbstständige und kleine Unternehmen sowie Angehörige der freien Berufe, die infolge von Corona nach dem 11. März einen Schadenseintritt erlitten haben, mit einer Mitarbeiterzahl bis zu maximal 10 Personen Finanzierungshilfen erhalten sollen. Hierbei soll es sich explizit nicht um Kredite handeln, sondern um nicht rückzahlbare Hilfen.

Dem Entwurf zufolge soll es für oben genannte Unternehmen eine Einmalzahlung von 9.000 Euro für drei Monate bei bis zu fünf Beschäftigten (Vollzeitäquivalente) geben – bis zu 15.000 Euro bei bis zu zehn Vollzeit-Beschäftigten. Mit diesen Hilfen sollen insbesondere die laufenden Mietkosten der Unternehmen zunächst gedeckt werden. Der möglichen Antragsstellung bezüglich dieser Soforthilfen ist eine eidesstattliche Erklärung des Unternehmers beizufügen, dass das eigene Unternehmen wegen der Coronakrise existenzgefährdet oder in Liquiditätsengpässen ist.

Am Montag soll der Entwurf vom Bundeskabinett und dann in derselben Woche von Bundesrat und Bundestag beschlossen werden.

Es wird damit gerechnet, dass auch auf Landesebene diverse Rettungsschirme verabschiedet werden um Selbstständigen und Unternehmen Hilfen zukommen zu lassen. Der Freistaat Bayern hat bereits ein solches Paket auf den Weg gebracht.

Darüber hinaus ist mit umfangreichen Kreditangeboten für Unternehmen zu rechnen bzw. diese sind bereits initiiert, die jeweils über Ihre Hausbank bei der KFW beantragt werden können. Kontaktieren Sie diesbezüglich bitte im ersten Schritt Ihre Hausbank. Gerne versuchen wir Sie bei der Kreditbeantragung im zweiten Schritt zu unterstützen sollten Sie beispielsweise weitergehende Unterlagen für die Kreditbeantragung benötigen.

Darüber hinaus werden ggf. „kleinere“ Hilfen durch einzelne Ministerien bereitgestellt. An dieser Stelle möchten wir Sie auf die Soforthilfe des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein Westfalen hinweisen, die für freischaffende, professionelle Künstlerinnen und Künstler, die durch die Absage von Auftritten in finanzielle Engpässe geraten, eine nicht rückzahlbare Soforthilfe von 2.000 EUR vorsieht. Die Soforthilfe kann mittels eines einfachen Formulars bei den zuständigen Bezirksregierungen beantragt werden und muss später nicht zurückgezahlt werden.

Unter folgendem Link finden Sie den entsprechende Pressemitteilung:

https://www.mkw.nrw/sites/default/files/documents/2020-03/2020-03-20_pm-unterstuetzung-kultur-und-weiterbildung.pdf

Das vereinfachte Antragsformular finden Sie unter:

https://www.mkw.nrw/system/files/media/document/file/2020-03-20-Antrag%20Sofortprogramm.pdf

Wir werden Sie in den kommenden Tagen über die weiteren Entwicklungen und Neuigkeiten diesbezüglich weiter informieren.

Um teilweise tagesaktuelle Kurzinformationen zu erhalten, können Sie uns auch gerne auf facebook folgen (https://www.facebook.com/Klinkenberg-Kloubert-Steuerberater-202442626466345/)

Bleiben Sie gesund!

Ihr Kanzleiteam Klinkenberg & Kloubert

Haftungsausschluss: Dieser Newsletter erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit der aktuellen Informationen. Eine Haftung für veröffentlichte und dargestellte Inhalte kann daher nicht übernommen werden.

Downloads: Den vollständigen Artikel finden Sie hier auch als PDF 

29.12.2021

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Bundesfinanzhof entschied kürzlich, dass die Aktienzuteilung im Rahmen eines US-amerikanischen „Spin-Off“ an private Kleinanleger nicht zu einem steuerpflichtigen Kapitalertrag führt. Erst im Zeitpunkt einer späteren Veräußerung der Aktien seien etwaige Veräußerungsgewinne zu versteuern.

Seit dem Bestehen von Internetplattformen für jedermann zur Veräußerung von Wirtschaftsgütern aller Art werden über diese Plattformen von Privatleuten Gegenstände veräußert. Diese Plattformen haben in weiten Teilen den früher üblichen „Garagen“-Flohmarkt ersetzt. In diesem Zusammenhang entsteht dann die Frage, welche Steuerarten hiervon betroffen sein können.

Durch den Jahreswechsel haben sich ein paar wenige steuerliche Änderungen ergeben. Aufgrund des Regierungswechsels rechnen wir mit weiteren Änderungen im Laufe des folgenden Jahres 2022, die wir Ihnen mit den anderen für Sie relevanten  Neuregelungen des Jahres 2022 zeitnah vorstellen werden. Wir möchten Ihnen an dieser Stelle in Kürze die Anhebung des Sachbezugswertes auf 50 EUR vorstellen. Zur generellen Rechtsprechung und des im Jahr 2021 veröffentlichten BMF Schreibens mit den teilweisen neuen „Spielregeln“ ab dem Jahr 2022 möchten wir auf unser Thema des Monats Mai 2021 (Sachbezüge als steuerfreie Incentives für Mitarbeiter-neue Regelungen (ac-steuerberater.de) verweisen, in dem die Hintergründe erläutert werden.

29.11.2021

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Bundesfinanzhof entschied kürzlich, dass die Aktienzuteilung im Rahmen eines US-amerikanischen „Spin-Off“ an private Kleinanleger nicht zu einem steuerpflichtigen Kapitalertrag führt. Erst im Zeitpunkt einer späteren Veräußerung der Aktien seien etwaige Veräußerungsgewinne zu versteuern.

Seit dem Bestehen von Internetplattformen für jedermann zur Veräußerung von Wirtschaftsgütern aller Art werden über diese Plattformen von Privatleuten Gegenstände veräußert. Diese Plattformen haben in weiten Teilen den früher üblichen „Garagen“-Flohmarkt ersetzt. In diesem Zusammenhang entsteht dann die Frage, welche Steuerarten hiervon betroffen sein können.

Im kommenden Jahr 2022 wird es eine flächendeckende Neubewertung aller Grundstücke (hierzu zählen auch Eigentumswohnungen) für die Festsetzung der Grundsteuer geben. Von der Grundsteuerreform werden ca. 36 Mio. wirtschaftliche Einheiten (bebaute und unbebaute Grundstücke sowie Betriebe der Land und Forstwirtschaft) in ganz Deutschland betroffen sein.
In diesem Zusammenhang werden alle Grundstückseigentümer dazu verpflichtet, gesonderte Steuererklärungen zur Wertermittlung Ihrer Grundbesitzeinheiten einzureichen. Nach dem derzeitigen Willen des Gesetzgebers sollen alle betroffenen Steuerpflichtigen im Zeitraum vom 01. Juli 2022 bis spätestens zum 31. Oktober 2022 eine Steuererklärung zur Ermittlung der Grundsteuerwerte auf den Bewertungsstichtag 01. Januar 2022 digital an das Finanzamt übermitteln.

Nehmen Sie Kontakt auf,
schnell und unverbindlich

    * Pflichtfeld